Hanfsamen geschält oder ungeschält: Was ist der Unterschied?
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Hanfsamen schälen oder nicht schälen, das hier hier die Frage?Jedenfalls für viele Menschen, die Hanfsamen zum ersten Mal in der Küche einsetzen möchten. Beide Varianten stammen von derselben Pflanze, unterscheiden sich aber in Textur, Nährwertprofil und Verwendung deutlich voneinander. Dieser Artikel erklärt den botanischen Hintergrund, zeigt den Unterschied im Nährwertprofil und du kannst am Ende die passende Variante für deinen Alltag wählen.
Was sind Hanfsamen und wie entstehen sie?
Hanf, botanisch als Cannabis sativa L. bekannt, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Die Pflanze wird seit Jahrtausenden für Fasern, Öl und Nahrung angebaut. Die Samen entstehen, nachdem die weibliche Hanfpflanze durch den Pollen der männlichen Pflanze bestäubt wird. Aus dieser Befruchtung entwickeln sich die Samen, die botanisch als Nussfrüchte eingestuft werden.
Jeder Hanfsamen besteht aus drei Schichten: der harten Außenschale, dem sogenannten Perikarp, der darunter liegenden Samenhaut und dem eigentlichen Samenkern. Dieser Kern, auch Endosperm genannt, enthält den Großteil der Nährstoffe. Mehr zur Anatomie und dem Wachstum der Hanfpflanze findest du in unserem ausführlichen Pflanzenporträt.
Die lange Geschichte von Hanf als Nahrungspflanze zeigt, dass Hanfsamen kein modischer Trend sind, sondern eine gut dokumentierte Zutat mit nachvollziehbarer botanischer Grundlage. Wer mehr über verbreitete Missverständnisse rund um Hanf erfahren möchte, findet dazu einen eigenen Artikel über Hanf-Mythen und Fakten.
Was bedeutet geschält bei Hanfsamen genau?
Beim Schälen von Hanfsamen wird die harte Außenschale, das Perikarp, mechanisch entfernt. Was übrig bleibt, ist der weiche innere Samenkern. Diese geschälten Hanfsamen werden im Handel häufig als Hanfherzen oder Hanfnüsse bezeichnet, obwohl es sich botanisch weiterhin um denselben Samen handelt, nur ohne seine äußere Hülle.
Der Unterschied zwischen Hanfsamen geschält und ungeschält ist beim ersten Blick sofort erkennbar. Ungeschälte Hanfsamen haben eine graubraune, leicht gestreifte Schale und eine knackige, bissfeste Textur. Geschälte Hanfsamen hingegen sind cremeweiß bis hellgrün, weich und haben einen milden, leicht nussigen Geschmack. Die Schale der ungeschälten Variante enthält einen relevanten Anteil an Ballaststoffen, die beim Schälen verloren gehen.
Hanfherzen und Hanfnüsse sind Handelsnamen für geschälte Hanfsamen. Botanisch handelt es sich um denselben Samen von Cannabis sativa L., lediglich ohne die harte Außenschale (Perikarp).
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Welche Nährwerte haben Hanfsamen geschält und ungeschält?
Das Nährwertprofil von Hanfsamen geschält und ungeschält unterscheidet sich messbar, weil die Schale selbst Nährstoffe enthält. Ungeschälte Hanfsamen liefern durch ihre Schale einen höheren Ballaststoffanteil. Geschälte Hanfsamen konzentrieren dagegen mehr Protein und Fett auf 100 g, da das Gewicht der Schale entfällt und der nährstoffreiche Kern einen größeren Anteil ausmacht.
Ungeschälte Hanfsamen
- Höherer Ballaststoffanteil durch die Schale
- Knackige, bissfeste Textur
- Weniger verarbeitete Form
- Geringerer Protein- und Fettanteil pro 100 g
- Graubraune Färbung, gestreifte Oberfläche
Geschälte Hanfsamen (Hanfherzen)
- Höherer Protein- und Fettanteil pro 100 g
- Weiche, milde Textur
- Leicht nussiger Geschmack
- Geringerer Ballaststoffanteil
- Cremeweiß bis hellgrün, glatte Oberfläche
Hanfsamen enthalten alle neun essenziellen Aminosäuren. Zudem weisen sie ein günstiges Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren auf. Besonders erwähnenswert ist die Gamma-Linolensäure (GLA), eine Omega-6-Fettsäure, die in vielen pflanzlichen Quellen kaum vorkommt. Diese Angaben basieren auf EU-zugelassenen Nährwertinformationen für Hanfsamen als Lebensmittel. Mehr dazu, warum Hanfsamen als Lebensmittel so geschätzt werden, erklärt unser Artikel über Hanf als Superfood.
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Wie unterscheiden sich geschälte und ungeschälte Hanfsamen in der Küche?
Beide Varianten lassen sich roh verzehren und sind für Rohkost geeignet. In der praktischen Küche ergeben sich aber deutliche Unterschiede in der Handhabung.
Geschälte Hanfsamen als Topping
HANFHERZEN · MILD · VIELSEITIG
Geschälte Hanfsamen lassen sich einfach über Salate, Smoothies, Müsli oder Joghurt streuen. Ihre weiche Textur macht sie angenehm im Mund und erfordert kein weiteres Zerkleinern.
Ungeschälte Hanfsamen im Backen
GANZ · BISSFEST · BALLASTSTOFFREICH
Ungeschälte Hanfsamen werden häufig gemahlen oder als Ganzes in Brot und Backwaren eingearbeitet. Die härtere Schale sorgt für mehr Biss und verändert die Textur des Endprodukts spürbar.
Hanfsamenöl als Verarbeitungsprodukt
KALTGEPRESST · ÖLIG · NUSSIG
Durch Kaltpressen der Hanfsamen entsteht Hanfsamenöl. Es eignet sich als Salatöl oder Dressing-Zutat, sollte aber nicht erhitzt werden, da es hitzeempfindliche Fettsäuren enthält.
Für wen eignen sich geschälte Hanfsamen und für wen ungeschälte?
Die Wahl zwischen geschälten und ungeschälten Hanfsamen hängt vor allem vom gewünschten Verwendungszweck und der persönlichen Vorliebe ab. Geschälte Hanfsamen punkten durch ihre milde Textur und die einfache Handhabung. Sie lassen sich ohne Vorbereitung direkt verwenden und harmonieren geschmacklich mit vielen Zutaten. Ungeschälte Hanfsamen bringen durch ihre Schale einen höheren Ballaststoffgehalt mit und sind die weniger verarbeitete Form des Samens.
Beide Varianten sind für Rohkost geeignet. Wer Hanfsamen zum ersten Mal ausprobiert, greift oft zur geschälten Variante, weil sie einsteigerfreundlicher ist. Wer gezielt auf den Ballaststoffanteil achtet oder Hanfsamen in Backwaren verarbeiten möchte, findet in der ungeschälten Variante eine sinnvolle Alternative.
Bei der Lagerung gilt für beide Varianten: kühl, trocken und lichtgeschützt aufbewahren. Geschälte Hanfsamen sind empfindlicher, weil die schützende Außenschale fehlt. Nach dem Öffnen der Verpackung empfiehlt sich gerne die Lagerung im Kühlschrank, um das enthaltene Fett vor Oxidation zu schützen.
Was haben Hanfsamen mit CBD-Öl gemeinsam und was nicht?
Eine häufige Verwechslung betrifft das Verhältnis von Hanfsamen zu CBD-Öl. Botanisch lässt sich das klar einordnen: Hanfsamen enthalten kein CBD. CBD ist ein Cannabinoid, das hauptsächlich in den Blüten und Blättern von Cannabis sativa L. vorkommt. Die Samen selbst sind frei von Cannabinoiden. Wer mehr über den Unterschied zwischen Nutzhanf und Cannabis erfahren möchte, findet dort eine ausführliche botanische Einordnung.
Hanfsamenöl und CBD-Öl sind zwei grundlegend verschiedene Produkte. Hanfsamenöl entsteht durch Kaltpressen der Samen und enthält keine Cannabinoide, dafür aber die charakteristischen Fettsäuren des Samens. CBD-Öl hingegen wird aus Extrakten der Hanfblüten und -blätter hergestellt. Zusammensetzung, Herstellung und Inhaltsstoffe unterscheiden sich vollständig.
Hanfsamenöl ist nicht dasselbe wie CBD-Öl. Hanfsamenöl wird aus den Samen kaltgepresst und enthält keine Cannabinoide. CBD-Öl basiert auf Extrakten aus Blüten und Blättern der Hanfpflanze und enthält CBD sowie weitere Cannabinoide.
Das Herbaleafs Vollspektrum-CBD-Öl verwendet Bio-Olivenöl als Trägeröl, kein Hanfsamenöl. Es handelt sich um ein eigenständiges Produkt, das botanisch und in seiner Herstellung nichts mit Hanfsamen oder Hanfsamenöl gemeinsam hat. Jetzt gerne das Herbaleafs Vollspektrum CBD-Öl entdecken.
Weitere Informationen zur Lebensmittelsicherheit und Nährwertbewertung von Hanfsamen durch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) findest du direkt auf deren Website. Das botanische Profil von Cannabis sativa L. ist außerdem in der botanischen Datenbank Plants of the World Online (Royal Botanic Gardens, Kew) dokumentiert.
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Was ist der botanische Unterschied zwischen geschälten und ungeschälten Hanfsamen?
Ungeschälte Hanfsamen bestehen aus dem Samenkern und der harten Außenschale (Perikarp). Bei geschälten Hanfsamen, auch Hanfherzen oder Hanfnüsse genannt, wird diese Schale mechanisch entfernt, sodass nur der weiche innere Kern übrig bleibt.
Enthalten Hanfsamen CBD?
Nein. Hanfsamen enthalten kein CBD. CBD ist ein Cannabinoid, das hauptsächlich in den Blüten und Blättern der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) vorkommt. Die Samen selbst sind frei von Cannabinoiden.
Welche Fettsäuren sind in Hanfsamen enthalten?
Hanfsamen enthalten sowohl Omega-3- als auch Omega-6-Fettsäuren. Besonders bekannt ist ihr günstiges Verhältnis dieser beiden mehrfach ungesättigten Fettsäuren zueinander. Zudem liefern sie die essentielle Gamma-Linolensäure (GLA).
Sind Hanfsamen und Hanfsamenöl dasselbe wie CBD-Öl?
Nein. Hanfsamenöl wird durch Kaltpressung der Samen gewonnen und enthält keine Cannabinoide. CBD-Öl hingegen wird aus Extrakten der Hanfblüten und -blätter hergestellt und enthält CBD sowie weitere Cannabinoide. Es handelt sich um zwei grundlegend verschiedene Produkte.
Wie werden Hanfsamen in der Lebensmittelproduktion verarbeitet?
Hanfsamen werden je nach Verarbeitungsgrad als Ganzes (ungeschält), geschält (Hanfherzen), gemahlen (Hanfsamenmehl) oder kaltgepresst (Hanfsamenöl) verwendet. Jede Verarbeitungsstufe verändert das Nährwertprofil und die Verwendungsmöglichkeiten des Endprodukts.