Nutzhanf vs Cannabis – blühende Hanfpflanze Cannabis sativa auf einem Feld

Was ist der Unterschied zwischen Nutzhanf und Cannabis?

Inhaltsverzeichnis

Nutzhanf vs Cannabis: Diese Frage stellen sich viele Menschen, die sich zum ersten Mal mit Hanfprodukten beschäftigen. Beide Begriffe klingen ähnlich, bezeichnen aber in der Praxis sehr unterschiedliche Dinge. Dieser Artikel erklärt, was hinter den Begriffen steckt, wo der entscheidende Unterschied liegt und warum die Unterscheidung rechtlich so wichtig ist.

Nutzhanf vs Cannabis – blühende Hanfpflanze Cannabis sativa auf einem Feld
Nutzhanf vs Cannabis – blühende Hanfpflanze Cannabis sativa auf einem Feld

Was ist Nutzhanf und wie wird er botanisch eingeordnet?

Botanisch gesehen gehören Nutzhanf und Cannabis zur selben Pflanzenart: Cannabis sativa L. Der Buchstabe „L." steht dabei für Carl von Linné, der die Pflanze im 18. Jahrhundert wissenschaftlich beschrieben hat. Es gibt also keine eigene Pflanzenart namens „Nutzhanf". Nutzhanf und Cannabis lassen sich nicht botanisch, sondern rechtlich und agronomisch voneinander abgrenzen.

Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Archäologische Funde belegen den Anbau von Hanf in China bereits vor mehr als 10.000 Jahren. Fasern, Samen, Öle und Textilien aus Hanf begleiteten viele Kulturen durch die Geschichte. Erst im 20. Jahrhundert wurde Hanf in vielen Ländern stark reguliert, was die Entwicklung des Begriffs „Nutzhanf" als rechtliche Kategorie begünstigte.

Der Begriff „Nutzhanf" beschreibt heute Hanfsorten, die für industrielle und landwirtschaftliche Zwecke angebaut werden und einen sehr niedrigen Gehalt an Tetrahydrocannabinol (THC) aufweisen. Der Unterschied zwischen CBD und THC ist dabei zentral für das Verständnis, warum diese Abgrenzung überhaupt existiert.

10.000+ Jahre Kulturgeschichte: Hanf gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit.

Die Pflanzengattung Cannabis umfasst nach heutigem wissenschaftlichen Konsens eine einzige Art mit verschiedenen Unterarten und Sorten. Züchtung und Anbaubedingungen bestimmen, welche Inhaltsstoffe eine Pflanze in welcher Konzentration bildet. Nutzhanfsorten wurden über Generationen so gezüchtet, dass ihr THC-Gehalt minimal bleibt.

Was ist Cannabis und worin unterscheidet es sich von Nutzhanf?

Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet „Cannabis" häufig Pflanzensorten mit einem höheren THC-Gehalt, also dem psychoaktiven Cannabinoid der Hanfpflanze. Im rechtlichen Kontext ist Cannabis ein Oberbegriff, der je nach Gesetzgebung unterschiedlich definiert wird. Der entscheidende Unterschied zwischen Nutzhanf und Cannabis im rechtlichen Sinne ist der THC-Gehalt.

Seit 2021 gilt in der Europäischen Union ein THC-Grenzwert von 0,3 % in der Trockenmasse der Pflanze. Sorten unterhalb dieses Grenzwerts gelten als Nutzhanf und dürfen legal angebaut werden. Sorten mit höherem THC-Gehalt fallen unter die jeweiligen Gesetze zu Betäubungsmitteln der Mitgliedsstaaten.

Nutzhanf

  • THC-Gehalt unter 0,3 % (EU-Grenzwert)
  • Legal in der EU angebaut
  • Auf EU-Sortenliste zugelassen
  • Verwendet für Fasern, Samen, Öle, Extrakte
  • Kein psychoaktives Cannabinoid in relevanter Konzentration
  • Hoher CBD-Gehalt möglich

Cannabis (THC-reich)

  • THC-Gehalt über 0,3 %
  • Unterliegt nationalen Gesetzen zu Betäubungsmitteln
  • In den meisten EU-Ländern stark reguliert
  • THC ist das psychoaktiv wirkende Cannabinoid dieser Sorten
  • Medizinische Nutzung in einigen Ländern gesetzlich geregelt
  • Kein freier Anbau ohne behördliche Genehmigung

Wichtig zu verstehen: Die Pflanze selbst sieht in vielen Fällen ähnlich aus. Ein ungeübtes Auge kann Nutzhanf und THC-reiche Cannabissorten kaum unterscheiden. Nur eine Laboranalyse gibt Aufschluss über den tatsächlichen THC-Gehalt. Wer mehr über die Cannabinoide der Hanfpflanze erfahren möchte, findet im Glossar zu Cannabinoiden eine ausführliche Übersicht.

Nutzhanf und Cannabis Unterschied – Hanfpflanzen im Vergleich im Gewächshaus
Nutzhanf und Cannabis Unterschied – Hanfpflanzen im Vergleich im Gewächshaus

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Wie wird der Unterschied zwischen Nutzhanf und Cannabis rechtlich definiert?

Die rechtliche Abgrenzung von Nutzhanf und Cannabis ist in der EU klar geregelt. Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union erlaubt den Anbau von Hanf, wenn zwei Bedingungen erfüllt sind: Der THC-Gehalt darf 0,3 % in der Trockenmasse nicht überschreiten, und die verwendete Sorte muss auf der offiziellen EU-Sortenliste für Nutzhanf eingetragen sein. Informationen dazu stellt die Europäische Kommission im Bereich Industriehanf bereit.

Seit 2021 gilt in der EU ein THC-Grenzwert von 0,3 % für legal angebauten Nutzhanf. Nur Sorten, die diesen Wert einhalten und auf der EU-Sortenliste zugelassen sind, dürfen kommerziell kultiviert werden.

In Österreich und Deutschland gilt dasselbe EU-Recht für den Anbau. Darüber hinaus greifen nationale Gesetze zu Betäubungsmitteln für Sorten mit höherem THC-Gehalt. In Österreich regelt das Suchtmittelgesetz (SMG) den Umgang mit psychoaktivem Cannabis. Nutzhanf ist davon ausdrücklich ausgenommen, sofern er die EU-Anforderungen erfüllt.

Für Autofahrerinnen und Autofahrer ist der THC-Grenzwert ebenfalls ein relevantes Thema. Wer sich fragt, wie sich der THC-Grenzwert beim Autofahren in Österreich und Deutschland auswirkt, findet dort detaillierte Informationen.

0,3 % THC-Grenzwert: Ab diesem Wert gilt eine Hanfsorte in der EU als Nutzhanf und darf legal angebaut werden.

Welche Pflanzenteile und Inhaltsstoffe sind bei Nutzhanf relevant?

Die Hanfpflanze ist eine der inhaltsstoffreichsten Kulturpflanzen überhaupt. Neben THC und CBD enthält sie über 100 weitere Cannabinoide sowie Terpene, Flavonoide und Fettsäuren. Den botanischen Steckbrief zu Cannabis sativa L. dokumentiert die wissenschaftliche Pflanzendatenbank Plants of the World Online (Kew Gardens).


CBD (Cannabidiol)

CANNABINOID · NICHT PSYCHOAKTIV

CBD ist eines von über 100 Cannabinoiden der Hanfpflanze und kommt vor allem in Blüten und Blättern vor. Es ist das bekannteste Cannabinoid des Nutzhanfs.

Auch in: Vollspektrum-Extrakt

CBG (Cannabigerol)

CANNABINOID · NICHT PSYCHOAKTIV

CBG gilt als Vorläufermolekül vieler anderer Cannabinoide und entsteht früh in der Blüteentwicklung der Hanfpflanze.

Auch in: Vollspektrum-Extrakt

Terpene

AROMASTOFFE · PFLANZLICH

Terpene verleihen der Hanfpflanze ihr charakteristisches Aroma. Sie kommen in vielen Pflanzen vor und sind ein aktives Forschungsfeld der Botanik.

Auch in: Lavendel Zitrusfrüchte

Hanfsamenöl

LEBENSMITTEL · KALTGEPRESST

Hanfsamen und kaltgepresstes Hanfsamenöl enthalten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in einem Verhältnis von etwa 1:3.

Auch in: Hanfsamen Hanfprotein

Terpene sind aromatische Verbindungen, die in vielen Pflanzen vorkommen, von Lavendel über Zitrusfrüchte bis hin zu Hanf. Im Glossar zu Terpenen im Hanf erfährst du mehr über ihre botanische Bedeutung. Flavonoide sind weitere sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Nutzhanfpflanze vorkommen und intensiv erforscht werden.

Wofür wird Nutzhanf heute verwendet?

Nutzhanf lässt sich vielseitig einsetzen. Nahezu jeder Pflanzenteil eignet sich für industrielle oder landwirtschaftliche Zwecke.


Textilindustrie

FASERN · STÄNGEL

Hanffasern aus dem Stängel der Pflanze gehören zu den reißfestigsten Naturfasern und werden für Seile, Stoffe und technische Textilien verwendet.


Bauwesen

DÄMMUNG · SCHÄBEN

Hanfschäben, die holzige Innenfaser des Stängels, werden als Dämmstoff und in Verbindung mit Kalk als nachhaltiger Baustoff (Hanfbeton) eingesetzt.


Lebensmittel

SAMEN · ÖL · PROTEIN

Hanfsamen und kaltgepresstes Hanfsamenöl sind nährstoffreiche Lebensmittel mit einem ausgewogenen Fettsäureprofil und einem hohen Proteingehalt.


Kosmetik & Extrakte

BLÜTEN · BLÄTTER

Aus Blüten und Blättern des Nutzhanfs werden Extrakte gewonnen, die als Basis für Aromaöle und Kosmetikprodukte dienen, darunter auch CBD-Öl als Aromaöl.

Nutzhanf Verwendung – Hanfsamen, das Herbaleafs CBD-Öl und Hanftextilien auf einem Holztisch
Nutzhanf Verwendung – Hanfsamen, Herbaleafs CBD-Öl und Hanftextilien auf einem Holztisch

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Was macht Nutzhanf aus Österreich besonders?

Beim Hanf vs Cannabis Vergleich spielt auch die Herkunft und Qualität des Rohmaterials eine wichtige Rolle. Österreich bietet für den Nutzhanfanbau besonders günstige Bedingungen. Das gemäßigte Klima, nährstoffreiche Böden und strenge Bio-Zertifizierungsstandards machen österreichischen Nutzhanf zu einem hochwertigen Ausgangsprodukt.

Bei Herbaleafs stammt der verwendete Nutzhanf aus bio-zertifiziertem österreichischen Anbau. Jede Charge wird durch unabhängige Laboranalysen geprüft, um den THC-Gehalt unter dem gesetzlichen Grenzwert zu bestätigen und die Qualität der Cannabinoide zu dokumentieren. Wir extrahieren per schonender CO2-Extraktion, um das natürliche Cannabinoid- und Terpenprofil der Pflanze möglichst vollständig zu erhalten.

CBD-Öl von Herbaleafs wird als Aromaöl verkauft und basiert auf Extrakten aus bio-zertifiziertem österreichischem Nutzhanf. Jede Charge durchläuft eine unabhängige Laborprüfung.

Der Unterschied zwischen Nutzhanf und Cannabis ist also nicht nur eine botanische oder rechtliche Frage, sondern auch eine Frage der Qualität und Transparenz entlang der gesamten Produktionskette. Wer mehr über CBD als Pflanzenstoff erfahren möchte, findet im Artikel Was ist CBD? eine ausführliche botanische Einordnung.

Neugierig geworden? Entdecke gerne das Herbaleafs CBD-Öl aus österreichischem Nutzhanf.

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Sind Nutzhanf und Cannabis dieselbe Pflanze?

Ja, botanisch gesehen gehören beide zur Pflanzenart Cannabis sativa L. Der Begriff „Nutzhanf" beschreibt Sorten mit einem THC-Gehalt von unter 0,3 %, die in der EU legal angebaut werden dürfen. „Cannabis" wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig für Sorten mit höherem THC-Gehalt verwendet.

Welche Cannabinoide enthält die Nutzhanfpflanze?

Die Hanfpflanze enthält über 100 verschiedene Cannabinoide, darunter CBD (Cannabidiol), CBG (Cannabigerol) und CBN (Cannabinol). Nutzhanfsorten sind so gezüchtet, dass ihr THC-Gehalt unter dem gesetzlichen Grenzwert von 0,3 % liegt.

Was bedeutet der THC-Grenzwert von 0,3 % für Nutzhanf?

Seit 2021 gilt in der EU ein THC-Grenzwert von 0,3 % für legal angebauten Nutzhanf. Nur Sorten, die diesen Wert einhalten und auf der EU-Sortenliste zugelassen sind, dürfen kommerziell kultiviert werden.

Woher stammt der Begriff „Nutzhanf"?

Der Begriff „Nutzhanf" leitet sich vom vielseitigen Nutzungspotenzial der Pflanze ab. Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde historisch für Fasern, Seile, Lebensmittel und Öle verwendet. Die Bezeichnung dient heute vor allem der rechtlichen Abgrenzung zu Cannabis mit höherem THC-Gehalt.

Welche Teile der Nutzhanfpflanze werden industriell genutzt?

Nahezu alle Pflanzenteile des Nutzhanfs finden Verwendung: Stängel und Fasern für Textilien und Baustoffe, Samen und Samenöl für Lebensmittel und Kosmetik, Blüten und Blätter für Extrakte wie CBD-Öl sowie Wurzeln für Bodenverbesserungszwecke.

 

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