Was ist CBD? Alles über den Pflanzenstoff aus der Hanfpflanze
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Was ist CBD? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, die dem Begriff in Apotheken, Drogerien oder Online-Shops begegnen. CBD steht für Cannabidiol und ist ein natürlich vorkommender Pflanzenstoff aus der Hanfpflanze. In diesem Artikel erfährst du, was Cannabidiol botanisch ausmacht, wie er gewonnen wird und welchen rechtlichen Status er in Österreich hat.
Was ist CBD und woher stammt dieser Pflanzenstoff?
CBD Cannabidiol ist eines von über 100 Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze Cannabis sativa L. natürlich vorkommen. Cannabinoide sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die ausschließlich in der Gattung Cannabis gebildet werden. CBD zählt neben THC zu den am häufigsten vorkommenden und am intensivsten erforschten Vertretern dieser Gruppe.
Die Hanfpflanze gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Archäologische Funde belegen, dass Menschen Hanf seit mindestens 10.000 Jahren nutzen, zunächst für Fasern und Seile, später auch für Samen und Öle. Heute findet Hanf weltweit in der Textilindustrie, der Lebensmittelproduktion und der Kosmetik Verwendung. CBD erklärt sich also nicht losgelöst von dieser langen Geschichte, sondern als Teil einer Pflanze mit vielfältiger Nutzung.
Botanisch gesehen konzentriert sich CBD vor allem in den Blüten und Blättern der weiblichen Hanfpflanze. Dort befindet sich das meiste Harz, in dem die Cannabinoide gespeichert sind. Für die Gewinnung von CBD-Extrakten kommen ausschließlich Nutzhanfsorten zum Einsatz, die gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte für THC einhalten.
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Wie entsteht CBD in der Hanfpflanze?
Die Bildung von CBD in der Hanfpflanze ist ein mehrstufiger biochemischer Prozess. Zunächst entsteht in der Pflanze die Vorstufe CBDA, also Cannabidiolsäure. Durch Wärme oder Licht, einen Vorgang namens Decarboxylierung, wandelt sich CBDA in das eigentliche CBD um. Dieser Prozess läuft in der Natur langsam ab, lässt sich bei der Verarbeitung aber gezielt steuern.
Eine zentrale Rolle spielen dabei die Trichome der Pflanze. Das sind winzige, drüsenartige Haarstrukturen auf den Blüten und Blättern, die das harzige Sekret der Pflanze produzieren. In diesem Harz sind Cannabinoide, Terpene und Flavonoide konzentriert. Je nach Sorte und Anbaubedingungen variiert die Zusammensetzung erheblich.
Für die kommerzielle Gewinnung von CBD kommen gezielt Nutzhanfsorten zum Einsatz, die von Natur aus besonders viel Cannabidiol und sehr wenig THC enthalten. Diese Sorten entstehen durch jahrzehntelange züchterische Selektion und unterscheiden sich botanisch deutlich von anderen Cannabissorten.

Was ist CBD im Vergleich zu anderen Cannabinoiden?
Um zu verstehen, was CBD ist, hilft ein Blick auf die anderen Cannabinoide der Hanfpflanze. Das bekannteste ist THC, Tetrahydrocannabinol. CBD und THC haben zwar eine ähnliche chemische Grundstruktur, unterscheiden sich aber in der räumlichen Anordnung einzelner Atome. Dieser Unterschied ist botanisch und rechtlich entscheidend.
CBD – Cannabidiol
- Nicht psychoaktiv
- In Nutzhanf dominant vorhanden
- Rechtlich unbedenklich in der EU
- Bestandteil aller Extrakt-Typen
- Intensiv wissenschaftlich erforscht
THC – Tetrahydrocannabinol
- Psychoaktiv (erzeugt Rauschzustand)
- In EU-Nutzhanf max. 0,3 % erlaubt
- Unterliegt dem Suchtmittelgesetz
- In Vollspektrum-Extrakten in Spuren vorhanden
- In CBD-Isolat und Breitspektrum entfernt
Neben CBD und THC enthält die Hanfpflanze weitere Cannabinoide, die zunehmend in den Fokus der Forschung rücken. Dazu zählen CBG (Cannabigerol), CBN (Cannabinol) und CBC (Cannabichomen). Vollspektrum-Extrakte enthalten all diese Verbindungen gemeinsam mit Terpenen und Flavonoiden. Die Erforschung von Cannabinoiden ist ein aktives Wissenschaftsfeld. Einen botanischen Überblick bietet etwa Plants of the World Online (Kew Gardens).
Wie wird CBD aus der Hanfpflanze gewonnen?
Für die Gewinnung von CBD stehen verschiedene Extraktionsmethoden zur Verfügung. Als besonders schonend gilt die CO2-Extraktion. Dabei wird Kohlendioxid unter hohem Druck verflüssigt und durch das Pflanzenmaterial geleitet. Das Ergebnis ist ein reiner Extrakt ohne Lösungsmittelrückstände.
Eine weitere Methode ist die Extraktion mit Ethanol. Dabei wird das Pflanzenmaterial in Alkohol eingelegt, der anschließend wieder verdampft wird. Diese Methode ist kostengünstiger, erfordert aber eine sorgfältige Nachbearbeitung, um Restlösungsmittel vollständig zu entfernen. Kaltgepresstes Hanfsamenöl enthält hingegen kein CBD, da die Samen keine nennenswerten Mengen an Cannabinoiden enthalten. Wie CBD Öl im Körper aufgenommen wird und welche Rolle das Trägeröl dabei spielt, erklären wir im Artikel zur Bioverfügbarkeit von CBD Öl.
Je nach Verarbeitungstiefe entstehen unterschiedliche Extrakt-Typen:
Vollspektrum
Naturnah · Komplex · Mit Terpenen
Enthält alle natürlichen Inhaltsstoffe der Pflanze: Cannabinoide, Terpene und Flavonoide. THC ist in gesetzlich zulässigen Spuren enthalten (< 0,3 %).
Breitspektrum
THC-frei · Komplex · Mit Terpenen
Ähnlich wie Vollspektrum, jedoch wird THC gezielt entfernt. Alle anderen Cannabinoide, Terpene und Flavonoide bleiben erhalten.
CBD-Isolat
Rein · Geschmacksneutral · 99 %+ CBD
Die reinste Form: ein weißes Pulver aus nahezu 100 % Cannabidiol. Alle anderen Pflanzenstoffe – Terpene, Flavonoide, weitere Cannabinoide – werden entfernt.
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Für die Qualität des Endprodukts sind zwei Faktoren besonders wichtig: der Anbau und die Laboranalyse. Bio-zertifizierter Anbau ohne Pestizide und Schwermetalle bildet die Grundlage. Unabhängige Laboranalysen, sogenannte Zertifikate der Analyse (CoA), bestätigen den genauen Gehalt an Cannabinoiden und die Abwesenheit von Schadstoffen. Einen wissenschaftlichen Überblick zur Biosynthese von Cannabinoiden bietet die US National Library of Medicine (PubMed).

Was ist CBD Öl und wie wird es hergestellt?
Was ist CBD Öl konkret? Es handelt sich um eine Kombination aus einem CBD-Extrakt und einem Trägeröl. Das Trägeröl dient dazu, den Extrakt zu verdünnen und eine gleichmäßige Dosierung zu ermöglichen. Als Träger kommen verschiedene Öle infrage, darunter Bio-Olivenöl, MCT-Öl aus Kokos oder Hanfsamenöl.
Bio-Olivenöl gilt als besonders stabiles Trägeröl mit einem günstigen Profil an ungesättigten Fettsäuren. Es enthält natürliche Antioxidantien und ist geschmacklich mild. Herbaleafs verwendet für seine CBD-Öle ausschließlich Bio-Olivenöl als Träger, um eine möglichst reine und stabile Grundlage zu gewährleisten. Alle praktischen Tipps zur Anwendung von CBD Öl im Alltag findest du in unserem eigenen Artikel.
Beim Kauf lohnt ein Blick auf transparente Herkunftsangaben, bio-zertifizierten Hanfanbau, die verwendete Extraktionsmethode und öffentlich zugängliche Laborberichte für jede Charge. Diese Informationen ermöglichen es dir, die Zusammensetzung des Produkts nachzuvollziehen.
Gerne einen Blick auf das Herbaleafs 10 % CBD Öl werfen und unsere Laborberichte entdecken.
Welche rechtliche Einordnung hat CBD in Österreich?
Die rechtliche Situation rund um CBD ist in Österreich und der gesamten EU klar geregelt, aber komplex. Was ist CBD aus rechtlicher Sicht? In der EU gilt Cannabidiol als Novel Food, also als neuartiges Lebensmittel, das vor dem Inverkehrbringen einer Zulassung bedarf. Diese Zulassung wurde bisher nicht erteilt.
In Österreich wird CBD-Öl daher nicht als Lebensmittel verkauft, sondern als Aromaöl, das nicht zum Verzehr bestimmt ist. Diese Einordnung bildet den aktuellen rechtlichen Rahmen für den Verkauf solcher Produkte im österreichischen Handel.
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Der Anbau von Nutzhanf ist in der EU legal, sofern der THC-Gehalt der Pflanze unter 0,3 Prozent bleibt. Diese Grenze gilt für alle EU-Mitgliedsstaaten einheitlich. Produkte, die diesen Grenzwert einhalten, dürfen innerhalb der EU produziert und gehandelt werden.
Die wissenschaftliche Erforschung von Cannabinoiden befindet sich noch in einem frühen Stadium. Viele Studien sind vorläufig oder wurden an kleinen Gruppen durchgeführt. Was feststeht: CBD ist ein natürlich vorkommender Pflanzenstoff der Hanfpflanze mit einer langen Geschichte und wachsender wissenschaftlicher Aufmerksamkeit.

Häufige Fragen zu CBD
Was ist CBD genau?
CBD steht für Cannabidiol und ist eines von über 100 Cannabinoiden, die natürlich in der Hanfpflanze Cannabis sativa vorkommen. Es handelt sich um einen nicht-psychoaktiven Pflanzenstoff, der vor allem in den Blüten und Blättern der Pflanze konzentriert ist.
Ist CBD dasselbe wie THC?
Nein. CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol) sind zwei unterschiedliche Cannabinoide mit verschiedenen chemischen Strukturen. THC ist die psychoaktive Verbindung in Cannabis, während CBD nicht psychoaktiv ist. In EU-zugelassenem Nutzhanf liegt der THC-Gehalt gesetzlich unter 0,3 Prozent.
Aus welcher Pflanze wird CBD gewonnen?
CBD wird aus der Hanfpflanze Cannabis sativa L. gewonnen, genauer aus Nutzhanfsorten mit niedrigem THC-Gehalt. Hanf zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wird seit Jahrtausenden für Fasern, Samen und Extrakte genutzt.
Was ist der Unterschied zwischen Vollspektrum-CBD und CBD-Isolat?
Vollspektrum-CBD-Extrakte enthalten neben CBD auch weitere natürlich vorkommende Cannabinoide, Terpene und Flavonoide der Hanfpflanze. CBD-Isolat hingegen ist eine reine, isolierte Form von Cannabidiol, bei der alle anderen Pflanzenstoffe entfernt wurden.
Wie ist CBD rechtlich in Österreich eingestuft?
In der EU gilt CBD als Novel Food, eine Zulassung als Lebensmittel wurde bisher nicht erteilt. In Österreich wird CBD-Öl daher als Aromaöl (nicht zum Verzehr) verkauft. Der Anbau von Nutzhanf mit einem THC-Gehalt unter 0,3 Prozent ist in der EU legal.