Wie hoch ist die Bioverfügbarkeit von CBD Öl?

Wie hoch ist die Bioverfügbarkeit von CBD Öl?

Inhaltsverzeichnis

Die Bioverfügbarkeit von CBD Öl ist ein Begriff, der in der Welt der Cannabinoide immer häufiger auftaucht, aber selten wirklich erklärt wird. Dabei lohnt sich ein genauerer Blick: Wer verstehen möchte, was beim Kauf eines hochwertigen CBD-Öls eine Rolle spielt, kommt an diesem Konzept nicht vorbei. In diesem Artikel erklären wir dir, was Bioverfügbarkeit bedeutet, welche Faktoren sie beeinflussen und was das alles mit dem Trägeröl, dem Extraktionsverfahren und dem Entourage-Effekt zu tun hat.

Bioverfügbarkeit CBD Öl – Hanfpflanze Cannabis sativa in Nahaufnahme

Was bedeutet Bioverfügbarkeit und warum ist der Begriff wichtig?

Der Begriff Bioverfügbarkeit stammt ursprünglich aus der Pharmakologie und findet heute auch in der Ernährungswissenschaft Verwendung. Er beschreibt, welcher Anteil eines aufgenommenen Stoffes tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt und dort zur Verfügung steht. Nicht alles, was du zu dir nimmst, landet auch dort, wo es theoretisch hingelangen könnte: Ein Teil wird bereits im Verdauungstrakt umgewandelt, ein anderer Teil in der Leber abgebaut, bevor er den allgemeinen Kreislauf erreicht.

Für pflanzliche Inhaltsstoffe gilt dasselbe Prinzip. Ob es sich um Polyphenole aus Olivenöl, Curcumin aus Kurkuma oder Cannabidiol aus der Hanfpflanze handelt – die Bioverfügbarkeit ist immer ein relevanter Faktor, wenn man verstehen möchte, wie ein Stoff im Körper verarbeitet wird. Im Kontext von CBD-Öl ist das Thema besonders interessant, weil mehrere Variablen gleichzeitig eine Rolle spielen.

100+ Cannabinoide kommen natürlich in Cannabis sativa L. vor – CBD ist nur eines davon.

Die CBD Bioverfügbarkeit hängt von der Einnahmeform, dem Trägeröl, dem Extrakttyp und individuellen Faktoren ab. All das schauen wir uns im Folgenden genauer an.

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Wie wird CBD Öl im Körper aufgenommen?

Für das Verständnis der CBD Aufnahme im Körper hilft ein Blick auf die grundlegenden biochemischen Wege, die pflanzliche Stoffe nehmen können. Bei CBD-Öl gibt es zwei relevante Aufnahmewege.

Der erste Weg ist die sublinguale Aufnahme: Das Öl wird unter die Zunge getropft und dort für etwa 60 bis 90 Sekunden gehalten. Die Mundschleimhaut ist reich an kleinen Blutgefäßen, den sogenannten Kapillaren. Über diese können Stoffe direkt in den Blutkreislauf übergehen, ohne den Magen-Darm-Trakt vollständig zu passieren. Das ist biochemisch gesehen ein direkterer Weg.

Der zweite Weg ist die orale Aufnahme, also das Schlucken des Öls. Hier durchläuft der Stoff den gesamten Verdauungsweg: Magen, Dünndarm und schließlich die Leber. In der Leber greift der sogenannte First-Pass-Effekt. Dieser beschreibt den biochemischen Vorgang, bei dem ein Stoff nach oraler Aufnahme zunächst die Leber passiert, bevor er in den allgemeinen Blutkreislauf gelangt. Dabei kann ein Teil des Stoffes bereits dort abgebaut werden. Dieser Effekt gilt grundsätzlich für viele Substanzen, die oral eingenommen werden, darunter auch pflanzliche Verbindungen wie CBD.

Der First-Pass-Effekt ist kein Phänomen, das nur CBD betrifft. Er gilt für die meisten oral eingenommenen Substanzen und ist ein grundlegendes Prinzip der Biochemie. Die sublinguale Einnahme umgeht diesen Weg zumindest teilweise.

Welche Faktoren beeinflussen die Bioverfügbarkeit von CBD Öl?

Die Bioverfügbarkeit von CBD Öl ist kein fixer Wert, sondern das Ergebnis mehrerer zusammenwirkender Faktoren. Hier sind die wichtigsten im Überblick:


Einnahmeform

SUBLINGUAL · ORAL

Sublinguale Einnahme ermöglicht die direkte Aufnahme über die Mundschleimhaut. Orale Einnahme führt den Stoff durch den Verdauungstrakt und die Leber (First-Pass-Effekt).

Relevant bei: CBD-Öl Kapseln

Trägeröl

LIPOPHIL · FETTSÄUREN

CBD ist fettlöslich. Das Trägeröl beeinflusst, wie der Stoff im Verdauungstrakt transportiert werden kann. Olivenöl bringt ein besonderes Fettsäureprofil mit.

Beispiele: Bio-Olivenöl MCT-Öl

Individueller Stoffwechsel

GENETIK · ENZYME

Jeder Mensch metabolisiert Stoffe unterschiedlich schnell. Enzyme in der Leber, genetische Faktoren und der allgemeine Gesundheitszustand spielen dabei eine Rolle.

Beeinflusst durch: Alter Genetik

Nahrungsaufnahme

NÜCHTERN · MIT MAHLZEIT

Fettlösliche Pflanzenstoffe werden gemeinsam mit einer fetthaltigen Mahlzeit im Darm grundsätzlich besser transportiert. Das gilt auch für CBD als lipophile Verbindung.

Hinweis: Fetthaltige Mahlzeit

Diese vier Faktoren wirken nicht isoliert, sondern immer zusammen. Das macht die Bioverfügbarkeit Cannabidiol zu einem komplexen Thema, das sich nicht auf eine einzige Zahl reduzieren lässt.

CBD Öl Bioverfügbarkeit – Fläschchen mit CBD-Öl und Olivenzweig

Was hat der Entourage-Effekt mit der Bioverfügbarkeit von CBD zu tun?

Der Begriff Entourage-Effekt beschreibt in der Cannabinoid-Forschung das Zusammenspiel der verschiedenen Pflanzenstoffe, die in einem Vollspektrum-Extrakt enthalten sind. Neben CBD enthält ein solcher Extrakt weitere Cannabinoide, Terpene, Flavonoide und Fettsäuren, also das vollständige Profil der Hanfpflanze.

Die Idee dahinter: Pflanzenstoffe könnten in ihrer natürlichen Kombination anders im Körper verarbeitet werden als isoliert. Ob und in welchem Ausmaß das der Fall ist, bleibt ein aktives Forschungsfeld. Die Wissenschaft zu Cannabinoiden und ihrem Zusammenspiel befindet sich noch in einem frühen Stadium, und eindeutige Schlussfolgerungen lassen sich derzeit nicht ziehen.

Was sich botanisch sagen lässt: Ein Vollspektrum-Extrakt ist in seiner Zusammensetzung komplexer als ein Isolat. Terpene etwa sind flüchtige aromatische Verbindungen, die ebenfalls lipophile Eigenschaften besitzen und damit denselben Transportmechanismen unterliegen wie CBD selbst. Ob das die Bioverfügbarkeit beeinflusst, untersuchen Forschende derzeit intensiv.

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Warum spielt das Trägeröl bei der CBD Aufnahme eine Rolle?

CBD ist ein lipophiler Pflanzenstoff, also fettlöslich. Das bedeutet: Es löst sich in Fetten und Ölen, nicht aber in Wasser. Aus diesem Grund wird CBD immer in einem pflanzlichen Trägeröl gelöst. Das Trägeröl ist dabei kein neutrales Vehikel, sondern beeinflusst aktiv, wie der Stoff im Verdauungstrakt transportiert werden kann.

Fettlösliche Verbindungen werden im Dünndarm in sogenannte Mizellen eingebaut. Das sind kleine Transportstrukturen aus Gallensäuren und Fetten, die den Transport durch die Darmwand ermöglichen. Je nach Fettsäurezusammensetzung des Trägeröls kann dieser Prozess unterschiedlich ablaufen. Was die Omega-Fettsäuren im Hanföl so besonders macht, erklärt unser Artikel dazu.

Herbaleafs verwendet Bio-Olivenöl als Träger. Olivenöl zeichnet sich durch einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren aus, vor allem Ölsäure, sowie durch einen nennenswerten Polyphenolgehalt. Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Ernährungswissenschaft intensiv erforscht werden. Die Qualität des Trägeröls ist damit ein eigenständiges Qualitätsmerkmal, unabhängig vom CBD-Gehalt.

Mehr über die chemischen Eigenschaften von CBD (Cannabidiol) findest du in diesem Artikel.

Wie unterscheidet sich die Bioverfügbarkeit von Vollspektrum-CBD und Isolat?

Wenn es um die CBD Bioverfügbarkeit geht, ist der Unterschied zwischen Vollspektrum-Extrakt und CBD-Isolat ein häufig diskutiertes Thema. Hier ein sachlicher Vergleich der beiden Formen:

Vollspektrum-CBD-Öl

  • Enthält alle natürlichen Pflanzenstoffe der Hanfpflanze
  • Cannabinoide, Terpene, Flavonoide, Fettsäuren
  • THC-Gehalt unter dem gesetzlichen Grenzwert (< 0,3 %)
  • Komplexes Pflanzenprofil, Entourage-Effekt als Forschungsgegenstand
  • Charakteristischer Eigengeschmack der Hanfpflanze

CBD-Isolat

  • Enthält ausschließlich das isolierte CBD-Molekül
  • Keine weiteren Cannabinoide oder Terpene
  • Kein THC-Gehalt nachweisbar
  • Definierte, einheitliche Zusammensetzung
  • Geschmacksneutral

Welche Form im Hinblick auf die Bioverfügbarkeit Cannabidiol vorteilhafter ist, lässt sich auf Basis des aktuellen Forschungsstands nicht abschließend beurteilen. Die Erforschung des Endocannabinoid-Systems und der Wechselwirkungen zwischen Cannabinoiden ist ein aktives Wissenschaftsfeld. Einen guten Überblick zur botanischen Einordnung der Hanfpflanze bietet dieser Übersichtsartikel.

Was sich sagen lässt: Vollspektrum-Extrakte spiegeln die natürliche Zusammensetzung der Hanfpflanze wider, während Isolate eine definierte, reproduzierbare Reinform darstellen. Beide haben ihre Berechtigung, je nachdem, was du suchst. Den Unterschied zwischen CBD und THC erklären wir in einem eigenen Artikel ausführlich.

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Was bedeutet Bioverfügbarkeit bei pflanzlichen Stoffen?

Bioverfügbarkeit beschreibt in der Biochemie den Anteil eines Stoffes, der nach der Aufnahme tatsächlich in den Blutkreislauf gelangt und dort zur Verfügung steht. Der Begriff stammt ursprünglich aus der Pharmakologie und wird heute auch in der Ernährungswissenschaft für pflanzliche Inhaltsstoffe verwendet.

Warum ist CBD fettlöslich und was bedeutet das für die Aufnahme?

CBD gehört zur Gruppe der lipophilen (fettlöslichen) Pflanzenstoffe. Das bedeutet, dass es sich in Fetten und Ölen löst, nicht aber in Wasser. Aus diesem Grund wird CBD in der Regel in einem pflanzlichen Trägeröl gelöst, da fettlösliche Stoffe gemeinsam mit Fetten im Verdauungstrakt effizienter transportiert werden können.

Was ist der First-Pass-Effekt und betrifft er auch CBD?

Der First-Pass-Effekt beschreibt den biochemischen Vorgang, bei dem ein Stoff nach oraler Aufnahme zunächst die Leber passiert, bevor er in den allgemeinen Blutkreislauf gelangt. Dabei kann ein Teil des Stoffes bereits in der Leber abgebaut werden. Dieser Effekt gilt grundsätzlich für viele oral eingenommene Substanzen, darunter auch pflanzliche Verbindungen wie CBD.

Was ist der Unterschied zwischen sublingualer und oraler Einnahme von CBD Öl?

Bei der sublingualen Einnahme wird das CBD-Öl unter die Zunge getropft und dort für kurze Zeit gehalten. Die Mundschleimhaut ist reich an kleinen Blutgefäßen, über die Stoffe direkt in den Blutkreislauf übergehen können, ohne den Magen-Darm-Trakt vollständig zu passieren. Bei oraler Einnahme, also dem Schlucken, durchläuft der Stoff hingegen den gesamten Verdauungsweg inklusive Leber.

Was ist Vollspektrum-CBD-Öl und was unterscheidet es von CBD-Isolat?

Vollspektrum-CBD-Öl enthält neben CBD alle weiteren natürlich vorkommenden Pflanzenstoffe der Hanfpflanze: andere Cannabinoide, Terpene, Flavonoide und Fettsäuren. CBD-Isolat hingegen besteht aus reinem, isoliertem CBD-Molekül ohne weitere Begleitstoffe. Das Zusammenspiel der verschiedenen Pflanzenstoffe im Vollspektrum-Extrakt wird in der Forschung unter dem Begriff Entourage-Effekt diskutiert.

 

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