Warum ist Hanf ein Superfood?
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Hanf als Superfood ist kein neuer Trend, sondern die Wiederentdeckung einer der ältesten Nahrungsquellen der Menschheit. Hanfsamen, Hanfsamenöl und Hanfprotein tauchen heute in Bio-Läden, Supermärkten und Küchen auf. Was die Omega-Fettsäuren im Hanfsamenöl so besonders macht, erklären wir an anderer Stelle. Dieser Artikel erklärt, was wirklich in Hanfsamen steckt, wie sich Hanfsamenöl von CBD-Öl unterscheidet und worauf du beim Kauf achten solltest.
Was bedeutet Hanf als Superfood eigentlich?
Der Begriff „Superfood" stammt aus dem englischen Sprachraum und beschreibt Lebensmittel mit einer besonders dichten Nährstoffzusammensetzung. Eine offizielle wissenschaftliche Definition gibt es nicht, und die Ernährungswissenschaft verwendet den Begriff selten. Im allgemeinen Sprachgebrauch meint er Lebensmittel, die auf vergleichsweise kleiner Menge viele Nährstoffe liefern, zum Beispiel Chiasamen, Quinoa oder Leinsamen.
Hanf als Superfood bezieht sich ausschließlich auf Hanfsamen und daraus gewonnene Produkte wie Hanfsamenöl, Hanfproteinpulver und Hanfmehl. Diese Produkte stammen von der Pflanze Cannabis sativa L., sind aber klar von CBD-Öl oder anderen Cannabinoid-Produkten zu trennen. Hanfsamen sind in der EU als herkömmliches Lebensmittel zugelassen und frei verkäuflich. Warum sie in den letzten Jahren so stark an Aufmerksamkeit gewonnen haben, liegt vor allem an ihrer Nährstoffdichte, die wir weiter unten genauer betrachten.
Wichtig ist die Abgrenzung: Wenn wir hier über Hanf als Nahrungsquelle sprechen, meinen wir immer die Samen der Pflanze und ihre Folgeprodukte. CBD-Öl wird aus Blüten und Blättern gewonnen und ist ein völlig anderes Produkt mit anderer rechtlicher Einordnung. Diese Unterscheidung hilft, den Markt zu verstehen und bewusste Kaufentscheidungen zu treffen.
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Wie wird Hanf als Superfood seit Jahrtausenden genutzt?
Cannabis sativa L. gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Archäologische Funde aus China und Zentralasien belegen die Nutzung von Hanfsamen als Nahrungsmittel seit mindestens 6.000 Jahren. In China galt Hanf über Jahrtausende als eine der fünf heiligen Getreidepflanzen. Im Nahen Osten und in Europa dienten Hanfsamen und Hanföl ebenfalls als Nahrungsquelle, lange bevor die Pflanze für ihre Fasern bekannt wurde.
Mehr zur botanischen Vielfalt der Hanfpflanze und ihren Inhaltsstoffen findest du im Glossar zu Cannabinoiden auf dem Herbaleafs-Blog. Die Kulturgeschichte von Hanf als Nutzpflanze ist eng mit der Geschichte der menschlichen Zivilisation verknüpft. Einen guten ethnobotanischen Überblick bietet die Encyclopaedia Britannica zum Thema Hemp.
Im 20. Jahrhundert geriet die Nahrungsnutzung von Hanf in vielen westlichen Ländern in Vergessenheit, unter anderem durch Regulierungen rund um Cannabis. Seit den 1990er-Jahren erlebt Hanf als Lebensmittel eine Wiederentdeckung. Bio-Läden führten Hanfsamen als erstes, dann folgten Supermarktketten, Sportnahrungsmarken und Kochbücher. Heute ist Hanf als Superfood ein fester Bestandteil des pflanzlichen Ernährungssegments.
Was steckt in Hanfsamen? Die Nährstoffe im Überblick
Hanfsamen haben eine bemerkenswert dichte Nährstoffzusammensetzung. Auf 100 Gramm geschälte Hanfsamen kommen etwa 31 bis 35 Gramm Protein, 47 bis 50 Gramm Fett und 5 bis 8 Gramm Kohlenhydrate. Besonders interessant ist die Qualität dieser Nährstoffe.
Pflanzliches Protein
VOLLSTÄNDIGES AMINOSÄUREPROFIL
Hanfsamen enthalten alle neun essentiellen Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Das macht sie zu einer vollständigen pflanzlichen Proteinquelle, was bei Hülsenfrüchten und Getreide oft nicht der Fall ist.
Omega-3 & Omega-6
VERHÄLTNIS CA. 1:3
Hanfsamenöl enthält Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3) in einem Verhältnis von etwa 3:1. Zusätzlich ist Gamma-Linolensäure (GLA) enthalten, eine Omega-6-Fettsäure, die in vielen pflanzlichen Ölen kaum vorkommt.
Vitamine & Mineralstoffe
VITAMIN E · MAGNESIUM · ZINK · EISEN
Hanfsamen liefern Vitamin E als natürliches Antioxidans sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Zink und Eisen. Diese Kombination macht sie zu einem nährstoffdichten Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
Ballaststoffe
LÖSLICH & UNLÖSLICH
Ungeschälte Hanfsamen enthalten besonders viele Ballaststoffe. Hanfmehl, das nach der Ölpressung entsteht, ist ebenfalls ballaststoffreich und eignet sich gut zum Backen oder als Beimischung zu Müsli und Smoothies.
Die Nährstoffangaben für Hanfsamen sind in der EU-Nährwertdatenbank dokumentiert. Eine ausführliche wissenschaftliche Übersicht zur Zusammensetzung von Hanfsamen bietet die PubMed-Datenbank mit Studien zu Hemp Seed Nutrition. Die Forschung zu Hanfsamen als Nahrungsquelle ist ein aktives Wissenschaftsfeld.
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Welche Formen von Hanf als Superfood gibt es im Handel?
Hanf als Superfood ist heute in verschiedenen Formen erhältlich. Jede Form hat eigene Eigenschaften, einen eigenen Geschmack und eignet sich für unterschiedliche Anwendungen in der Küche.
Hanfherzen
GESCHÄLTE HANFSAMEN · ROH ODER GERÖSTET
Hanfherzen sind geschälte Hanfsamen mit weicher Textur und mildem, leicht nussigem Geschmack. Sie lassen sich direkt über Salate, Müsli oder Joghurt streuen und brauchen keine Zubereitung. Bio-Qualität ist hier gerne zu bevorzugen.
Hanfsamenöl
KALT GEPRESST · DUNKELGRÜN
Kalt gepresstes Hanfsamenöl hat eine dunkelgrüne Farbe und einen kräftigen, leicht nussigen Geschmack. Es eignet sich als Salatöl oder Dip, sollte aber nicht erhitzt werden, da die Fettsäuren hitzeempfindlich sind. Lichtgeschützte Lagerung ist wichtig.
Hanfproteinpulver
PFLANZLICHES PROTEIN · VOLLSTÄNDIG
Hanfproteinpulver entsteht durch das Mahlen des Presskuchens nach der Ölgewinnung. Es enthält alle essentiellen Aminosäuren und ist eine beliebte Zutat in Smoothies, Shakes und beim Backen. Der Geschmack ist erdig und leicht nussig.
Hanfmehl
BALLASTSTOFFREICH · GLUTENFREI
Hanfmehl ist ein Nebenprodukt der Ölpressung und reich an Ballaststoffen und Protein. Es lässt sich anteilig in Backrezepten verwenden und verleiht Brot, Muffins oder Pfannkuchen eine leicht nussige Note. Es ist von Natur aus glutenfrei.
Bei allen Formen gilt: Bio-Zertifizierung und eine klare Herkunftsangabe sind wichtige Qualitätsmerkmale. Hanfsamen aus kontrolliertem Bio-Anbau sind frei von synthetischen Pestiziden und Düngemitteln, was besonders bei einem Produkt relevant ist, das direkt verzehrt wird.
Wie unterscheidet sich Hanfsamenöl von CBD-Öl?
Diese Frage taucht häufig auf, und die Antwort ist eindeutig: Hanfsamenöl und CBD-Öl sind zwei grundlegend verschiedene Produkte, auch wenn beide von derselben Pflanze stammen.
Hanfsamenöl
- Wird aus den Samen der Hanfpflanze kalt gepresst
- Enthält keine oder nur Spuren von Cannabinoiden
- Reich an Omega-3, Omega-6 und Vitamin E
- In der EU als Lebensmittel zugelassen
- Frei verkäuflich im Lebensmittelhandel
- Wird als Speiseöl, Dressing oder Zutat verwendet
CBD-Öl
- Wird aus Blüten und Blättern der Hanfpflanze gewonnen
- Enthält Cannabinoide wie CBD
- Trägeröl ist oft Oliven- oder MCT-Öl
- In Österreich als Aromaöl verkauft (Novel Food ohne Zulassung)
- Kein Lebensmittel im rechtlichen Sinne
- Andere Herstellung, Zusammensetzung und Einordnung
Hanfsamenöl ist ein Lebensmittel aus den Samen der Pflanze. CBD-Öl ist ein Extrakt aus Blüten und Blättern und wird in Österreich als Aromaöl verkauft. Beide Produkte stammen von Cannabis sativa L., sind aber in Herstellung, Inhaltsstoffen und rechtlicher Einordnung völlig verschieden.
Wer mehr über die Unterschiede zwischen den einzelnen Cannabinoiden erfahren möchte, findet im Artikel CBD und THC im Vergleich eine ausführliche Erklärung. Für den Einstieg ins Thema Cannabinoide lohnt sich auch der Artikel Was ist CBD? auf dem Herbaleafs-Blog.
Worauf sollte man beim Kauf von Hanf als Superfood achten?
Der Markt für Hanf als Superfood ist in den letzten Jahren gewachsen, und damit auch die Qualitätsunterschiede zwischen den Produkten. Folgende Punkte helfen dir, eine bewusste Kaufentscheidung zu treffen.
Kaufe Hanfsamen und Hanfsamenöl gerne in Bio-Qualität mit Herkunftsnachweis. Kalt gepresstes Hanfsamenöl sollte lichtgeschützt und kühl gelagert werden, da die mehrfach ungesättigten Fettsäuren oxidationsempfindlich sind.
Bio-Zertifizierung: Bio-Hanfsamen stammen aus kontrolliertem Anbau ohne synthetische Pestizide. Das EU-Bio-Siegel ist ein verlässliches Mindestkriterium.
Herkunft und Rückverfolgbarkeit: Seriöse Hersteller geben an, woher ihre Rohstoffe stammen. Europäischer Anbau, zum Beispiel aus Österreich, Deutschland oder der Schweiz, ist oft transparenter als Importe aus Übersee.
Kaltpressung bei Hanfsamenöl: Nur kalt gepresstes Öl behält die hitzeempfindlichen Fettsäuren und Vitamine. Raffiniertes Hanfsamenöl verliert einen Teil seiner Nährstoffe durch den Verarbeitungsprozess.
Lagerung: Hanfsamenöl und Hanfherzen sollten dunkel und kühl gelagert werden. Angebrochenes Hanfsamenöl hält sich im Kühlschrank etwa vier bis sechs Wochen.
Dasselbe Qualitätsbewusstsein zeigt sich auch bei Herbaleafs CBD-Ölen: Als Trägeröl verwenden wir hochwertiges Bio-Olivenöl, das ebenfalls kalt gepresst und auf Reinheit geprüft ist. Qualität beginnt bei den Rohstoffen, egal ob es sich um ein Lebensmittel oder ein Aromaöl handelt.
Neugierig auf die Herbaleafs Produktwelt? Entdecke gerne die Herbaleafs CBD-Öle aus Bio-Olivenöl als Träger.
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Enthält Hanf als Superfood auch CBD oder THC?
Hanfsamen und daraus hergestellte Produkte wie Hanfsamenöl oder Hanfherzen enthalten keine oder nur vernachlässigbare Spuren von Cannabinoiden wie CBD oder THC. Der Gehalt liegt weit unterhalb jeder relevanten Konzentration. Hanfsamen sind deshalb in der EU als herkömmliches Lebensmittel zugelassen und frei verkäuflich.
Was sind Hanfherzen und wie werden sie hergestellt?
Hanfherzen sind geschälte Hanfsamen der Pflanze Cannabis sativa L. Die äußere Schale wird mechanisch entfernt, wodurch ein weiches, mild nussig schmeckendes Samenkern entsteht. Sie werden roh oder geröstet angeboten und sind ein vielseitig einsetzbares Lebensmittel in der pflanzlichen Ernährung.
Welche Fettsäuren sind in Hanfsamenöl enthalten?
Hanfsamenöl enthält einen hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, darunter Linolsäure (Omega-6) und Alpha-Linolensäure (Omega-3) in einem Verhältnis von etwa 3:1. Darüber hinaus ist Gamma-Linolensäure (GLA) enthalten, eine Omega-6-Fettsäure, die in vielen pflanzlichen Ölen nur in geringen Mengen vorkommt.
Seit wann wird Hanf als Nahrungsquelle genutzt?
Archäologische Funde belegen die Nutzung von Hanfsamen als Nahrungsmittel seit mindestens 6.000 Jahren, vor allem in China und Zentralasien. In Europa war Hanf über Jahrhunderte eine wichtige Nutzpflanze für Fasern, Öl und Samen. Im 20. Jahrhundert geriet die Nahrungsnutzung in Vergessenheit, erlebt aber seit den 1990er-Jahren eine Wiederentdeckung.
Ist Hanfsamenöl dasselbe wie Hanföl aus dem Supermarkt?
Im Supermarkt angebotenes „Hanföl" ist in der Regel kalt gepresstes Hanfsamenöl und damit ein Lebensmittel. Es wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen. Davon zu unterscheiden ist CBD-Öl, das aus Blüten und Blättern gewonnen wird und in Österreich als Aromaöl (nicht zum Verzehr) verkauft wird. Die Bezeichnungen klingen ähnlich, beschreiben aber grundlegend verschiedene Produkte.