Hanföl im Vergleich – Flasche mit kaltgepresstem Hanfsamenöl auf Holzbrett

Hanföl im Vergleich: Was unterscheidet es von anderen Pflanzenölen?

Inhaltsverzeichnis

Hanföl im Vergleich mit anderen Pflanzenölen zeigt schnell: Dieses Öl hat eine ganz eigene botanische Identität, die es von Olivenöl, Leinöl und Rapsöl klar unterscheidet. Ob Fettsäurezusammensetzung, Rauchpunkt oder Anbaugeschichte, jedes dieser Öle hat seine Stärken. Dieser Artikel erklärt sachlich, was Hanfsamenöl ausmacht und wo es sich von anderen Pflanzenölen unterscheidet.

Hanföl im Vergleich – Flasche mit kaltgepresstem Hanfsamenöl auf Holzbrett
Hanföl im Vergleich – Flasche mit kaltgepresstem Hanfsamenöl auf Holzbrett
1:3 Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren – das charakteristische Verhältnis in Hanfsamenöl, das in der Ernährungswissenschaft als ausgewogen gilt.

Was ist Hanföl und wie wird es gewonnen?

Hanföl, genauer gesagt Hanfsamenöl, stammt aus den Samen der Hanfpflanze Cannabis sativa L. Die Samen werden durch Kaltpressung verarbeitet, ein mechanisches Verfahren ohne Wärmezufuhr, das die empfindlichen Inhaltsstoffe schont. Das Ergebnis ist ein Öl mit charakteristisch nussigem Geschmack und einer grünlichen Farbe, die von natürlichem Chlorophyll stammt.

Ein wichtiger Punkt im Hanföl Vergleich mit CBD-Öl: Hanfsamenöl enthält kein Cannabidiol (CBD). Da ausschließlich die Samen gepresst werden, sind keine Cannabinoide im Öl enthalten. CBD wird aus anderen Pflanzenteilen wie Blüten, Blättern und Stängeln gewonnen. Diese Unterscheidung ist grundlegend und wird im weiteren Verlauf noch genauer erklärt.

Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Der Anbau von Cannabis sativa L. lässt sich in Europa auf mehrere Jahrtausende zurückverfolgen. Mehr zur Geschichte und zum Aufbau der Pflanze findest du gerne im Artikel über den Aufbau und das Wachstum der Hanfpflanze.

Welche Fettsäuren stecken im Hanföl im Vergleich zu anderen Ölen?

Die Fettsäurezusammensetzung ist eines der zentralen Unterscheidungsmerkmale im Hanföl Vergleich Speiseöle. Hanfsamenöl enthält Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in einem Verhältnis von etwa 1:3. Daneben enthält es Gamma-Linolensäure (GLA), eine Omega-6-Fettsäure, die in den meisten anderen Speiseölen kaum vorkommt.


Hanfsamenöl

OMEGA-3 · OMEGA-6 · GLA

Omega-3 zu Omega-6 im Verhältnis 1:3. Enthält Gamma-Linolensäure (GLA), die in vielen anderen Speiseölen kaum vorkommt. Gewonnen durch Kaltpressung der Samen von Cannabis sativa L.

Besonderheit: GLA-Gehalt

Olivenöl

ÖLSÄURE · POLYPHENOLE · SQUALEN

Reich an einfach ungesättigter Ölsäure (Omega-9), die hitzebeständiger ist als mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Enthält Polyphenole und Squalen als botanische Begleitstoffe.

Besonderheit: Polyphenole

Leinöl

OMEGA-3 · LIGNANE

Sehr hoher Omega-3-Anteil mit einem Verhältnis von etwa 1:0,3 zugunsten von Omega-3. Enthält Lignane als pflanzliche Begleitstoffe. GLA ist kaum enthalten.

Besonderheit: Hoher Omega-3-Anteil

Rapsöl

OMEGA-3 · OMEGA-6 · ÖLSÄURE

Ähnliches Omega-Verhältnis wie Hanfsamenöl, jedoch botanisch anders zusammengesetzt. Stammt aus Brassica napus und enthält weniger GLA. Höherer Rauchpunkt als Hanfsamenöl.

Besonderheit: Heimischer Anbau

Der Unterschied Hanföl Olivenöl liegt also vor allem in der Fettsäurestruktur: Olivenöl dominiert die einfach ungesättigte Ölsäure, während Hanfsamenöl einen höheren Anteil mehrfach ungesättigter Fettsäuren aufweist. Leinöl wiederum enthält deutlich mehr Omega-3 als Hanfsamenöl, dafür aber kaum GLA. Die Nährwertdatenbank der USDA dokumentiert diese Zusammensetzungen detailliert: USDA FoodData Central – Hemp Seed Oil.

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Wie unterscheidet sich Hanföl im Vergleich beim Rauchpunkt und in der Küche?

Für die praktische Verwendung in der Küche ist der Rauchpunkt entscheidend. Hanfsamenöl hat einen vergleichsweise niedrigen Rauchpunkt von etwa 165 °C. Wird das Öl über diese Temperatur erhitzt, beginnen die empfindlichen mehrfach ungesättigten Fettsäuren zu zersetzen. Hanfsamenöl eignet sich deshalb ausschließlich als Kalt- und Würzöl.

Hanfsamenöl – Kaltverwendung

  • Rauchpunkt ca. 165 °C
  • Ideal für Salatdressings
  • Geeignet für Dips und Brotaufstriche
  • Passt in Smoothies
  • Nicht zum Braten oder Frittieren geeignet
  • Lichtgeschützt und kühl lagern

Andere Öle – Rauchpunkte im Überblick

  • Olivenöl extra vergine: ca. 180 °C
  • Rapsöl (nativ): ca. 200 °C
  • Kokosöl: ca. 200 °C
  • Raffiniertes Olivenöl: ca. 220 °C
  • Rapsöl (raffiniert): bis ca. 230 °C
  • Zum Braten besser geeignet

Die Lichtempfindlichkeit von Hanfsamenöl ist ein weiteres praktisches Merkmal. Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren oxidieren bei Lichteinstrahlung schneller als bei anderen Ölen. Deshalb wird Hanfsamenöl in dunklen Glasflaschen abgefüllt und sollte nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Innerhalb weniger Wochen nach dem Öffnen sollte es verbraucht sein.

Hanföl im Vergleich mit anderen Pflanzenölen in Glasflaschen
Hanföl im Vergleich mit anderen Pflanzenölen in Glasflaschen

Was enthält Hanföl botanisch noch, das andere Pflanzenöle nicht haben?

Im Hanföl Vergleich gegenüber anderen Pflanzenölen fällt auf, dass Hanfsamenöl neben Fettsäuren auch Vitamin E in Form von Tocopherolen enthält. Tocopherole sind natürliche Antioxidantien und ein Grund dafür, dass kaltgepresstes Hanfsamenöl eine gewisse Lagerstabilität aufweist. Daneben enthält es Phytosterole, pflanzliche Verbindungen, die in vielen Pflanzenölen in unterschiedlichen Mengen vorkommen.

Die grünliche Farbe von Hanfsamenöl entsteht durch Chlorophyll, das während der Kaltpressung aus den Samenschalen ins Öl übergeht. Je intensiver die Grünfärbung, desto mehr Chlorophyll ist enthalten. Raffiniertes Hanfsamenöl ist heller, da der Raffinationsprozess Chlorophyll weitgehend entfernt.

Jedes Pflanzenöl hat eine einzigartige botanische Zusammensetzung: Olivenöl enthält Polyphenole und Squalen, Leinöl enthält Lignane, Hanfsamenöl enthält GLA und Chlorophyll. Diese Unterschiede entstehen durch die botanische Herkunft und den Gewinnungsprozess, nicht durch Verarbeitung oder Zusätze.

Terpene, die in der Hanfpflanze allgemein vorkommen und für deren charakteristischen Geruch mitverantwortlich sind, finden sich im Samenöl nicht. Sie sind vor allem in den Blüten und Blättern der Pflanze konzentriert. Das botanische Profil der Hanfpflanze insgesamt ist deutlich komplexer als das des reinen Samenöls. Mehr dazu, was Hanf als Pflanze ausmacht, erklärt gerne der Artikel über Hanf als Superfood.

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Was ist der Unterschied zwischen Hanföl und CBD-Öl?

Diese Frage taucht im Hanföl Vergleich regelmäßig auf, weil beide Produkte aus derselben Pflanze stammen und die Begriffe häufig verwechselt werden. Die Antwort ist eindeutig: Hanfsamenöl und CBD-Öl sind zwei grundlegend verschiedene Produkte.

Hanfsamenöl entsteht durch Kaltpressung der Samen von Cannabis sativa L. Die Samen enthalten keine Cannabinoide, daher ist im fertigen Hanfsamenöl kein CBD nachweisbar. CBD-Öl hingegen wird aus Blüten, Blättern und Stängeln der Hanfpflanze gewonnen, also aus Pflanzenteilen, die Cannabinoide wie Cannabidiol (CBD) enthalten. CBD ist eines von über 100 Cannabinoiden, die natürlich in Cannabis sativa L. vorkommen.

Hanfsamenöl = aus Samen gepresst, enthält kein CBD. CBD-Öl = aus Blüten, Blättern und Stängeln extrahiert, enthält Cannabinoide. Beide stammen aus Cannabis sativa L., aber aus unterschiedlichen Pflanzenteilen.

Bei Herbaleafs wird für die CBD-Öle Bio-Olivenöl als Trägeröl verwendet. Olivenöl eignet sich dafür gut, da es geschmacklich angenehm ist und selbst eine interessante botanische Zusammensetzung mitbringt. Wie CBD-Öl im Alltag eingesetzt wird, erklärt der Artikel zur CBD-Öl Anwendung im Alltag.

Hanföl im Vergleich zu CBD-Öl – Flasche mit Pipette auf Holztisch
Hanföl im Vergleich zu CBD-Öl – Flasche mit Pipette auf Holztisch

Wie schneidet Hanföl im Vergleich in Sachen Nachhaltigkeit und Anbau ab?

Der Hanföl Vergleich gegenüber anderen Pflanzenölen ist auch aus ökologischer Perspektive interessant. Hanf gilt botanisch als besonders genügsame Kulturpflanze. Sie kommt mit wenig Wasser aus, benötigt kaum Pflanzenschutzmittel und durchwurzelt den Boden tief, was zur Bodenstruktur beiträgt. In Europa wird Hanf seit Jahrtausenden angebaut, die Pflanze ist an das mitteleuropäische Klima gut angepasst.

Olivenöl stammt aus dem Mittelmeerraum und erfordert ein spezifisches Klima mit langen Trockenperioden. Olivenbäume wachsen langsam und brauchen Jahrzehnte bis zur vollen Ertragsreife. Rapsöl wird in Mitteleuropa angebaut, jedoch oft mit intensiverer Landwirtschaft verbunden, einschließlich Düngemitteln und Pflanzenschutz. Hanf lässt sich auch biologisch zertifiziert anbauen, wie es bei den Rohstoffen für die Herbaleafs CBD-Öle praktiziert wird.

Die botanische Datenbank Plants of the World Online des Kew Gardens dokumentiert das Pflanzenprofil von Cannabis sativa L. umfassend: Plants of the World Online – Cannabis sativa. Wer mehr über verbreitete Missverständnisse rund um Hanf erfahren möchte, findet im Artikel über Hanf-Mythen und Fakten eine sachliche Einordnung.

165 °C Rauchpunkt von Hanfsamenöl – deutlich niedriger als Rapsöl (ca. 200 °C) oder raffiniertes Olivenöl (ca. 220 °C). Hanfsamenöl gehört deshalb ausschließlich in die kalte Küche.

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Ist Hanföl dasselbe wie CBD-Öl?

Nein. Hanföl (Hanfsamenöl) wird durch Kaltpressung der Samen von Cannabis sativa L. gewonnen und enthält kein CBD. CBD-Öl hingegen wird aus Blüten, Blättern und Stängeln der Hanfpflanze extrahiert und enthält Cannabinoide wie Cannabidiol (CBD). Beide Produkte stammen aus derselben Pflanze, aber aus unterschiedlichen Pflanzenteilen.

Welches Fettsäureverhältnis hat Hanföl im Vergleich zu Leinöl?

Hanföl enthält Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in einem Verhältnis von etwa 1:3. Leinöl weist einen deutlich höheren Omega-3-Anteil auf, das Verhältnis liegt dort bei etwa 1:0,3 zugunsten von Omega-3. Hanföl enthält zudem Gamma-Linolensäure (GLA), die in Leinöl kaum vorkommt.

Kann man Hanföl zum Braten verwenden?

Hanföl hat einen niedrigen Rauchpunkt von etwa 165 °C und ist daher nicht zum Braten oder Erhitzen geeignet. Es wird ausschließlich kalt verwendet, etwa in Salatdressings, Dips oder als Würzöl. Zum Braten eignen sich Öle mit höherem Rauchpunkt wie Rapsöl oder raffiniertes Olivenöl besser.

Warum ist Hanföl grün?

Die charakteristische grünliche Farbe von kaltgepresstem Hanfsamenöl entsteht durch natürlich vorhandenes Chlorophyll, das während der Kaltpressung aus den Samenschalen ins Öl übergeht. Je dunkler die Farbe, desto mehr Chlorophyll ist enthalten. Raffiniertes Hanföl ist heller, da Chlorophyll dabei weitgehend entfernt wird.

Wie sollte Hanföl gelagert werden?

Hanföl ist licht- und wärmeempfindlich und sollte daher in dunklen Glasflaschen, kühl und lichtgeschützt gelagert werden. Idealerweise im Kühlschrank aufbewahren. Nach dem Öffnen sollte es innerhalb weniger Wochen verbraucht werden, da die ungesättigten Fettsäuren oxidieren und das Öl ranzig werden kann.

 

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