CBD-Öl-Flasche auf einem Holztisch.

Was ist CBD (Cannabidiol) und welche Eigenschaften hat es?

Inhaltsverzeichnis

Wusstest du, dass CBD-Öl nicht in Wasser gelöst werden kann? CBD ist fettlöslich und verbindet sich nur mit Ölen und Fetten, nie mit Wasser. Deshalb gibt es CBD immer in einem Trägeröl, nie in einem Getränk oder wässrigen Produkt. Was das chemisch bedeutet und was CBD botanisch von anderen Pflanzenstoffen unterscheidet, erklärt unser neuer Artikel.

CBD Cannabidiol Eigenschaften zu kennen lohnt sich, bevor du dich für ein Produkt entscheidest. CBD ist ein natürlicher Pflanzenstoff aus der Hanfpflanze, der seit Jahrzehnten wissenschaftlich erforscht wird und dessen botanische Besonderheiten ihn von anderen Pflanzenstoffen deutlich abheben. In diesem Artikel erfährst du, was CBD genau ist, wie es gewonnen wird und was ein hochwertiges CBD-Öl aus botanischer Sicht ausmacht.

CBD Cannabidiol Eigenschaften – blühende Hanfpflanze Cannabis sativa mit Trichomen
CBD Cannabidiol Eigenschaften – blühende Hanfpflanze Cannabis sativa mit Trichomen

Was ist CBD (Cannabidiol) genau?

CBD steht für Cannabidiol und ist eines von über 100 Cannabinoiden, die natürlich in der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) vorkommen. Die chemische Summenformel lautet C₂₁H₃₀O₂. Das Molekül gehört zur Gruppe der Terpenophenoide und besitzt zwei Hydroxylgruppen (-OH), auf die das Suffix „-diol" im Namen hinweist.

Erstmals isoliert wurde Cannabidiol im Jahr 1940 vom amerikanischen Chemiker Roger Adams an der University of Illinois. Damit zählt CBD zu den am längsten bekannten Cannabinoiden überhaupt. Die vollständige Strukturaufklärung gelang dem israelischen Chemiker Raphael Mechoulam in den 1960er-Jahren.

Ein wichtiger Punkt vorab: CBD ist nicht dasselbe wie THC (Tetrahydrocannabinol). Obwohl beide Stoffe zur selben Molekülfamilie gehören, unterscheiden sie sich in ihrer chemischen Struktur deutlich. THC ist das psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze. CBD hingegen ist nicht psychoaktiv und erzeugt keinen Rauschzustand.

100+ Cannabinoide wurden bisher in der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) identifiziert – CBD ist eines der bekanntesten darunter.

Mehr über verbreitete Missverständnisse rund um Hanf und CBD erfährst du im Artikel Hanf: Mythen und Fakten auf dem Herbaleafs-Blog.

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Wie unterscheidet sich CBD Cannabidiol von anderen Cannabinoiden?

Die Cannabinoid-Familie der Hanfpflanze ist groß. Neben CBD und THC gehören dazu unter anderem CBG (Cannabigerol), CBC (Cannabichromene), CBN (Cannabinol) und viele weitere Verbindungen. Sie alle teilen eine gemeinsame chemische Grundstruktur, unterscheiden sich aber in der Anordnung ihrer Atome und damit in ihren Eigenschaften.


CBD – Cannabidiol

C₂₁H₃₀O₂ · NICHT PSYCHOAKTIV

Eines der häufigsten Cannabinoide in Nutzhanfsorten. Nicht psychoaktiv, kein Rauschpotenzial. Erstmals isoliert 1940.

Vorkommt in: Blüten Blätter

CBG – Cannabigerol

C₂₁H₃₂O₂ · NICHT PSYCHOAKTIV

Gilt als „Muttercannabinoid", da viele andere Cannabinoide biosynthetisch aus CBGA entstehen. Kommt in geringen Mengen vor.

Vorkommt in: Junge Blüten

CBN – Cannabinol

C₂₁H₂₆O₂ · SCHWACH PSYCHOAKTIV

Entsteht hauptsächlich durch Oxidation von THC. Kommt in gealterten Pflanzen in höheren Konzentrationen vor.

Vorkommt in: Gealtertes Material

CBC – Cannabichromene

C₂₁H₃₀O₂ · NICHT PSYCHOAKTIV

Eines der häufigsten Cannabinoide weltweit, jedoch in der Forschung weniger gut untersucht als CBD oder THC.

Vorkommt in: Blüten Stängel

THC – Tetrahydrocannabinol

C₂₁H₃₀O₂ · PSYCHOAKTIV

Das psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze. In EU-zugelassenem Nutzhanf gesetzlich auf unter 0,3 % begrenzt.

Gesetzlicher Grenzwert: unter 0,3 % (EU)

Wenn ein Produkt als „Vollspektrum" bezeichnet wird, enthält es neben CBD auch alle anderen natürlich vorkommenden Cannabinoide, Terpene und Flavonoide der Pflanze. Breitspektrum-Produkte enthalten ebenfalls mehrere Cannabinoide, sind aber THC-frei aufbereitet. Ein Isolat hingegen enthält ausschließlich reines CBD ohne weitere Pflanzenstoffe. Welche Variante für dich passt, hängt davon ab, was dir bei einem CBD-Öl wichtig ist.

Wo kommt CBD in der Hanfpflanze vor?

CBD kommt in der gesamten Hanfpflanze vor, konzentriert sich jedoch besonders in den Blüten und Blättern der weiblichen Pflanze. Der Grund dafür liegt in den sogenannten Trichomen: Das sind winzige, drüsenartige Haarstrukturen auf der Pflanzenoberfläche, die als eigentliche Produktionsstätten der Cannabinoide, Terpene und Flavonoide dienen. Unter dem Mikroskop sehen sie aus wie kleine Pilze mit einem kugeligen Kopf.

Nutzhanf (Cannabis sativa L.) ist die gesetzlich zugelassene Hanfsorte für den Anbau in der EU. Der THC-Gehalt muss dabei unter 0,3 % liegen. Nur aus solchem Nutzhanf dürfen CBD-Produkte hergestellt werden, die legal in Österreich verkauft werden.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Nutzhanf und anderen Cannabis-Varietäten. Nutzhanfsorten wurden über Jahrzehnte so gezüchtet, dass sie einen sehr niedrigen THC-Gehalt aufweisen, gleichzeitig aber reich an CBD und anderen nicht-psychoaktiven Cannabinoiden sind. Der gesetzlich geregelte Anbau in der EU stellt sicher, dass nur solche Sorten für die Herstellung von CBD-Produkten verwendet werden. Mehr über den Aufbau und das Wachstum der Hanfpflanze erfährst du im Artikel Hanfpflanze: Aufbau, Wachstum und Sorten.

CBD Cannabidiol Eigenschaften – Trichome auf Hanfblüten als Produktionsstätten der Cannabinoide
CBD Cannabidiol Eigenschaften – Trichome auf Hanfblüten als Produktionsstätten der Cannabinoide

Wie wird CBD Cannabidiol aus der Hanfpflanze gewonnen?

Die Qualität eines CBD-Öls hängt entscheidend von der Extraktionsmethode ab. Es gibt mehrere gängige Verfahren, die sich in Aufwand, Reinheit und Ergebnis unterscheiden.

CO₂-Extraktion

  • Gilt als schonendstes und reinstes Verfahren
  • Überkritisches CO₂ löst Cannabinoide aus dem Pflanzenmaterial
  • Kein Lösungsmittelrückstand im Endprodukt
  • Terpene und andere Pflanzenstoffe bleiben weitgehend erhalten
  • Höherer technischer Aufwand, aber höchste Produktqualität

Ethanol- und Olivenöl-Extraktion

  • Ethanol-Extraktion: kostengünstiger, aber Lösungsmittelreste möglich
  • Olivenöl-Extraktion: einfachstes Verfahren, für Heimanwender geeignet
  • Olivenöl-Extraktion ergibt kein konzentriertes Extrakt
  • Haltbarkeit bei Olivenöl-Methode geringer
  • Beide Verfahren erhalten weniger Cannabinoide als CO₂

Nach der Extraktion liegt zunächst ein Rohextrakt vor, der noch weitere Pflanzenstoffe wie Wachse und Chlorophyll enthält. Durch weitere Aufbereitungsschritte wie Winterisierung und Filtration entsteht daraus ein sauberer CBD-Extrakt. Dieser wird anschließend in einem Trägeröl gelöst. Bio-Olivenöl eignet sich als Trägeröl besonders gut, weil es selbst reich an wertvollen Fettsäuren ist und den fettlöslichen CBD-Extrakt gleichmäßig aufnimmt.

Die CBD Cannabidiol Eigenschaften des Endprodukts stehen also in direktem Zusammenhang mit der Qualität des Ausgangsmaterials und der gewählten Extraktionsmethode. Ein schonend gewonnener Vollspektrum-Extrakt aus zertifiziertem Bio-Anbau enthält das vollständige Spektrum der Pflanzenstoffe, während ein Isolat nur reines CBD enthält.

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Welche chemischen Eigenschaften von CBD Cannabidiol sind botanisch besonders?

CBD ist ein lipophiler Pflanzenstoff, also fettlöslich. Das bedeutet: CBD löst sich nicht in Wasser, wohl aber in Fetten und Ölen. Genau deshalb wird CBD-Extrakt immer in einem Trägeröl gelöst und nicht in Wasser oder anderen wässrigen Flüssigkeiten. Diese Eigenschaft ist keine Besonderheit von CBD allein, sondern gilt für alle Cannabinoide der Hanfpflanze.

CBD reagiert empfindlich auf Licht, Hitze und Sauerstoff. Für die Lagerung bedeutet das: CBD-Öl gehört in eine dunkle Glasflasche, an einen kühlen, lichtgeschützten Ort. Direkte Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 25 °C können die Qualität des Öls beeinträchtigen.

Die Stabilitätseigenschaften von CBD Cannabidiol sind für die Praxis relevant. UV-Licht beschleunigt den Abbau von CBD-Molekülen, weshalb hochwertige CBD-Öle standardmäßig in dunklen Braunglas- oder Blauglas-Flaschen abgefüllt werden. Auch Sauerstoff kann zur Oxidation führen, weshalb das Öl nach der Entnahme gut verschlossen werden sollte.

Was den Forschungsstand betrifft: Die Wissenschaft zu Cannabinoiden befindet sich noch in einem vergleichsweise frühen Stadium. Das Endocannabinoid-System des menschlichen Körpers wurde erst in den 1990er-Jahren entdeckt, und viele Aspekte der Cannabinoid-Forschung werden aktiv untersucht. Grundlegende chemische und botanische Eigenschaften von CBD sind dabei bereits gut dokumentiert, etwa in der wissenschaftlichen Datenbank PubChem der US National Library of Medicine.

CBD Cannabidiol Eigenschaften – CBD-Öl in dunkler Glasflasche mit Bio-Olivenöl als Trägeröl
CBD Cannabidiol Eigenschaften – CBD-Öl in dunkler Glasflasche mit Bio-Olivenöl als Trägeröl

Was macht ein hochwertiges CBD-Öl aus botanischer Sicht aus?

Die Qualität eines CBD-Öls beginnt lange vor der Extraktion, nämlich bereits beim Anbau der Hanfpflanze. Bio-zertifizierter Anbau ohne Pestizide und synthetische Düngemittel ist die Grundlage für ein sauberes Endprodukt. Denn Cannabinoide konzentrieren sich in den Blüten der Pflanze, und damit auch alle Stoffe, die die Pflanze aus dem Boden aufnimmt.

Ebenso wichtig sind Sortenreinheit und der richtige Erntezeitpunkt. Verschiedene Nutzhanfsorten unterscheiden sich im Cannabinoid-Profil, und der Erntezeitpunkt beeinflusst, welche Cannabinoide in welchen Mengen vorliegen. Frühzeitig geerntete Pflanzen enthalten mehr CBG, während reife Blüten höhere CBD-Konzentrationen aufweisen.

Ein weiteres Qualitätsmerkmal ist die unabhängige Laboranalyse, das sogenannte Certificate of Analysis (COA). Dieses Dokument bestätigt den genauen Gehalt an CBD, THC und anderen Cannabinoiden sowie die Abwesenheit von Schadstoffen wie Pestiziden oder Schwermetallen. Seriöse Anbieter stellen das COA für jede Charge öffentlich zur Verfügung. Mehr über die rechtlichen Rahmenbedingungen für CBD-Produkte in Europa findest du im Artikel CBD Rechtslage Europa.

Botanisch betrachtet unterscheiden sich Vollspektrum-, Breitspektrum- und Isolat-Produkte wie folgt: Vollspektrum enthält alle natürlich vorkommenden Cannabinoide, Terpene und Flavonoide der Pflanze inklusive Spuren von THC unter 0,3 %. Breitspektrum enthält ebenfalls mehrere Cannabinoide und Terpene, ist aber THC-frei aufbereitet. Ein Isolat enthält ausschließlich reines CBD-Molekül ohne weitere Pflanzenstoffe. Eine detaillierte Beschreibung von Cannabis sativa L. und ihren Inhaltsstoffen bietet das Royal Botanic Gardens Kew – Plants of the World Online.

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Was bedeutet der Name Cannabidiol?

Der Name Cannabidiol setzt sich aus „Cannabis" (der Pflanzengattung) und dem chemischen Suffix „-diol" zusammen, das auf zwei Hydroxylgruppen (-OH) im Molekül hinweist. CBD trägt die Summenformel C₂₁H₃₀O₂ und gehört zur Gruppe der Cannabinoide.

Wie viele Cannabinoide gibt es in der Hanfpflanze?

In der Hanfpflanze (Cannabis sativa L.) wurden bisher über 100 verschiedene Cannabinoide identifiziert. Zu den bekanntesten zählen CBD (Cannabidiol), THC (Tetrahydrocannabinol), CBG (Cannabigerol) und CBN (Cannabinol).

Ist CBD dasselbe wie THC?

Nein. CBD (Cannabidiol) und THC (Tetrahydrocannabinol) sind zwei unterschiedliche Cannabinoide mit verschiedenen chemischen Strukturen. THC ist das psychoaktive Cannabinoid der Cannabispflanze, CBD hingegen ist nicht psychoaktiv. In EU-zugelassenem Nutzhanf liegt der THC-Gehalt gesetzlich unter 0,3 %.

In welchen Teilen der Hanfpflanze kommt CBD vor?

CBD kommt in der gesamten Hanfpflanze vor, konzentriert sich jedoch besonders in den Blüten und Blättern der weiblichen Pflanze. Dort befinden sich die sogenannten Trichome, winzige Drüsenhaare, in denen Cannabinoide, Terpene und Flavonoide gebildet werden.

Warum wird CBD-Öl in einem Trägeröl gelöst?

CBD ist ein lipophiler (fettlöslicher) Pflanzenstoff und löst sich daher nicht in Wasser, wohl aber in Fetten und Ölen. Ein hochwertiges Trägeröl, wie Bio-Olivenöl, dient als Lösungsmittel und ermöglicht eine gleichmäßige Verteilung des CBD-Extrakts im fertigen Öl.

 

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